So kommt das Erdgas ins Haus

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Erdgas-Speicher
Erdgasspeicher helfen, das Angebot den Verbrauchsschwankungen flexibel anzupassen. Zur Speicherung geringer Gasmengen (Tagesbedarf) genügen oberirdische Behälter. Größere Erdgasmengen zum Ausgleich jahreszeitlich bedingter Schwankungen werden in Deutschland zurzeit in 34 Untergrundspeichern gelagert. Man unterscheidet zwei Arten von Untergrundspeichern: Porenspeicher (Aquifer-Speicher) und Kavernenspeicher (Salzstockspeicher).

Gas-Druckregler
Die Gasdruckregelanlage hat die Aufgabe, im nachgeschalteten Teil der Leitungsanlage einen konstanten Gasdruck zu gewährleisten. Gasdruckregelung ist notwendig, da wegen unterschiedlicher Anforderungen der privaten und Industrieverbraucher im Versorgungsnetz ein höherer schwankender Druck auftritt, als er für die meisten Anlagen notwendig ist.

Entspannungsanlage
In den Entspannungsanlagen wird der Druck des Gases auf die örtlichen Leitungen angepasst: Das Erdgas aus den Fernleitungen kommt mit einem Druck von 60 bis 100 bar an und muss für das Verteilnetz auf 6 bis 9 bar entspannt werden. Die bei der Druckreduzierung frei werdende Energie wird dabei manchmal zur Stromerzeugung genutzt.

Verdichter
Wie bei der Förderung dient auch beim Transport der Gasdruck als Antrieb. Durch die Reibung an der Rohrwand und an den Gasmolekülen selbst fällt der Druck. Deshalb durchläuft das Gas etwa alle 150 Kilometer eine Verdichterstation. Hier wird der für den gleichmäßigen Erdgasstrom nötige Druck wiederhergestellt.

Fernleitung
In solchen Pipelines wird Erdgas über tausende von Kilometern transportiert. Dafür muss in den Leitungen ein Druck von 60 bis 100 bar herrschen (zum Vergleich: In einem Autoreifen beträgt der Druck rund 2 bar). Verdichterstationen gleichen alle 100 bis 200 Kilometer die Druckverluste aus, die durch den Transport entstanden sind.

Übernahmestation
In der Übernahmestation wird das vom Vorlieferanten erhaltene Erdgas in das Versorgungsnetz des Gasversorgers eingespeist. Dort erhält das Gas auch seinen typisch stechenden Geruch, damit man es im Falle eines Lecks riechen kann.

Ortsnetz-Leitungen
Um Erdgas nutzen zu können, ist je nach Anwendung - privat oder industriell - ein Druck zwischen 22 und 500 mbar (Millibar) nötig. Eine Gasdruckregelanlage sorgt für konstanten Druck.

Erdgas-Hausanschluss
Beim Endverbraucher erreicht das Erdgas die letzte Station seiner langen Reise. Hier heizt es einzelne Wohnungen oder ganze Häuser, wärmt das Wasser zum Duschen oder Baden, dient zum Kochen, Trocknen und Spülen.

Onshore-Förderstation auf dem Land
Bei der Onshore-Förderung werden von Land aus unterirdische Erdgas-Lagerstätten angebohrt.

Offshore-Förderung auf hoher See
Offshore-Förderung bezeichnet die Erdgasgewinnung aus Lagerstätten unter dem Meeresgrund. Die Förderung erfolgt auf so genannten Bohrinseln mit einer schwimmenden Plattform, auf welcher sich der Bohrturm befindet. Das Erdgas aus der Offshore-Förderung wird mit Hilfe von Unterwasserpipelines geliefert.

Verteilleitung
In solchen Leitungen transportiert ein Gasversorger das Erdgas in seinem Versorgungsgebiet. In solchen Rohren herrscht immerhin noch ein Druck von 6 bis 12 bar.